Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie ist das am umfangreichsten wissenschaftlich untersuchte Therapieverfahren. Es liegen mittlerweile für fast alle psychischen Störungen umfangreiche wissenschaftliche Ergebnisse vor, die die Wirksamkeit von Verhaltenstherapie bei diesen Störungen belegen. Durch den Bezug zur Forschung und die Entwicklung neuer Therapieansätze entwickelt sich die Verhaltenstherapie permanent weiter, wodurch auch für Störungen, die vormals als schwierig zu behandeln galten, immer bessere und wirkungsvollere Therapiemethoden zur Verfügung stehen.
Die Interpretation ist das, was wehtut, nicht die Tatsache selbst
Aaron T. Beck
FAQ Verhaltenstherapie
Im Weiteren möchte ich einige grundlegenden Fragen zur Verhaltenstherapie in Kurzform beantworten.
Grundprinzip
Verhaltenstherapeutische Verfahren basieren ursprünglich auf der Lerntheorie. Die Grundidee ist, dass störungsbedingtes Verhalten erlernt wurde und auch wieder verlernt werden kann bzw. dass angemessenere Denk- und Verhaltensweisen erlernt werden können.
Wie funktioniert Verhaltenstherapie
Bei der Verhaltenstherapie geht es darum, falsch Gelerntes umzulernen oder bisher Nicht-Gelerntes zu erlernen. Der depressive Patient wird angehalten und ermuntert, aktive positive Verhaltensweisen aufzubauen.
Methoden
Operante Verfahren. Training sozialer Kompetenzen. Aufbau positiver Aktivitäten. Kognitive Umstrukturierung.
Für wen ist Verhaltenstherapie geeignet
Die Verhaltenstherapie bietet Hilfe, wenn das Denken, Fühlen, Erleben oder Handeln gestört ist. Sie ist für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche geeignet.
Besonders bewährt hat sie sich bei Depressionen und Ängsten (Phobien, Panikattacken), sowie bei Essstörungen, Süchten und Zwängen. Therapeuten setzen sie auch bei der Hilfe nach Traumata , Selbstsicherheitsproblemen, stressbedingten Erkrankungen wie Burnout und Lebenskrisen ein.