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Ergotherapie

Ergotherapie ist ein wichtiger Bestandteil des Gesundheits- und Sozialwesens. Ergotherapeut:innen richten sich nach den Bedürfnissen der Menschen und unterstützen sie dabei, ihre Teilhabe an Gesellschaft, Arbeit und Bildung über die gesamte Lebensspanne hinweg selbstbestimmt zu gestalten. Als Fachleute für Betätigung sind sie sich bewusst, dass Gesundheit und Wohlbefinden stark von den Aktivitäten abhängen, an denen Menschen teilnehmen.

Ergotherapeut:innen arbeiten sowohl mit Einzelpersonen als auch in Gruppen oder Organisationen, die den Wunsch oder Bedarf haben, ihr Verhalten, ihre Umgebung oder sich selbst zu verändern. Gemeinsam entwickeln sie maßgeschneiderte Lösungen, die das Potenzial zur Veränderung berücksichtigen und darauf abzielen, die Handlungsfähigkeit, Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Dabei stützen sie sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse, Qualitätsstandards, technologische Entwicklungen sowie gesellschaftliche und soziale Prozesse.

Durch die Anwendung eines berufsbezogenen Ethikkodex setzen Ergotherapeut:innen ihre Fähigkeiten ein, um Menschen zu befähigen, ihr Recht auf bedeutungsvolle Betätigung und Teilhabe aktiv wahrzunehmen.

„Ergotherapie ist so individuell wie die Menschen. Aber sie hat immer das gleiche Ziel: ein selbstbestimmtes Leben in jedem Alter.

André Longrée

FAQ Ergotherapie

Im Weiteren möchte ich einige grundlegenden Fragen zur Ergotherapie in Kurzform beantworten.

Grundprinzip

Die ergotherapeutische Behandlung beruht auf einem ganzheitlichen Konzept: Ein Körper spiegelt auch immer ein Stück des seelischen und geistigen Zustands wider. Körper, Geist und Seele sind Teil eines Organismus – und in der Summe das, was uns als Menschen ausmacht. In der Ergotherapie werden alle Aspekte des Menschen berücksichtigt, der Körper mit seinen Schwierigkeiten, sowie die dabei auftretenden mentalen und seelischen Folgen und auch im Umkehrschluss psychische Störungen mit somatischen Symptomen.

Wie funktioniert Ergotherapie

Ergotherapie konzentriert sich auf das Erarbeiten, die Wiederherstellung, Verbesserung und den Erhalt der Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit in Alltagssituationen. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten im Mittelpunkt. Diese werden im gemeinsamen Therapiesetting ermittelt, aktuelle Ressourcen und Defizite benannt und ein gemeinsamer Handlungsplan erarbeitet.

Methoden

Es gibt vielfältig Methoden und Ansätze in der Ergotherapie, die sich individuell an die Bedürfnisse und Schwerpunktthemen des Gegenüber orientiert. Exemplarisch sind im Folgenden einige Methoden benannt, die in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen eingesetzt werden, dazu zählen die kompetenzzentrierte Methode, die interaktionelle Methode und auch die wahrnehmungszentrierte Methode. In der Pädiatrie greift man unter anderem auf die Sensorische Integrationstherapie (SI) zurück, auf das Wunstorfer Konzept oder auch auf gezielte Methoden zur Unterstützung der Motorik.

Für wen ist Ergotherapie geeignet

Ergotherapie ist für Menschen aller Altersstufen, Betroffene und ihre Angehörigen, Kinder und ihre Eltern geeignet. Die Therapie kann auf physischer, psychischer, sozialer und emotionaler Ebene erfolgen. Die medizinischen Fachbereiche beinhalten die Neurologie, Pädiatrie (Kinderheilkunde), Geriatrie/Gerontopsychiatrie, Orthopädie und die Psychiatrie.

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